Noch ’ne Nachlese

Gerbrand Bakker

Oben ist es still

2008 Suhrkamp Verlag

Eine Vater-Sohn Geschichte. Ein Vater-Sohn Konflikt. Eine Geschichte der Befreiung .

Helmer von Wolderen ist seit 30 Jahren Bauer auf dem Hof seines despotischen Vaters. In Helmers überschaubarer Welt existieren ein paar Kühe, 23 Texel-Schafe, 2 Esel ohne Namen, eine Nachbarin und deren Söhne.

Die Arbeit eines Bauern erinnert ja ein bisschen an Sysyphus, alles wiederholt sich ewig aber nichts ändert sich wirklich. Nicht einmal wegfahren kann man.

Eines Tages fasst Helmer den Entschluß, sein leben zu ändern. Er schafft seinen Vater in den ersten Stock, und richtet sich sein Leben neu ein.

Eigentlich hätte Helmers Bruder Henk den Hof übernehmen sollen, doch der ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Der Vater hatte Riet, Henks Frau, vom Hof gejagt, da sie den Wagen gesteuert hatte. Helmer musste auf Anweisung des Alten Bauer werden, Bauer wider Willen“

„ Ich wurde Vaters Junge“ heisst es lapidar und Helmer fügt sich in sein Schicksal. Durch den Tod des Bruders verliert Helmer fast 30 Jahre eine eigene Identität.

Und dann kommt der Brief von Riet.

Gerbrand Bakker erzählt seine Geschichte in einer knappen Spache. Helmers Leben auf dem Hof wird trotz aller Sparsamkeit poetisch schön und fast anrührend erzählt. Bakker gelingt es , mit verhaltenem Humor zu zeigen, was alles zum Leben gehört. Und Helmer schließlich zu der Einsicht bringt, was ihm wirklich fehlt.

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