Franz Jägerstätter zum Gedenken

Aus Anlass des siebzigjährigen Beginns des Zweiten Weltkrieges zeigt die Stadtbücherei die kleine Ausstellung „Besser die Hände als der Wille gefesselt“ der Friedensbibliothek der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg.

Das Nachkriegsdeutschland tat sich schwer mit Kriegsdienstverweigerern und Deserteuren in der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges. Aber es gab sie und nicht wenige. Es gab über 100 000 Kriegsgerichtsverfahren, von denen 22 000 mit einem Todesurteil endeten. Die Friedensbibliothek hat in zehnjähriger Arbeit gerade mal 50 Lebensberichte auffinden können, die in einer größeren Ausstellung präsentiert werden. Ein Teil dieser Ausstellung ist gegenwärtig in der Stadtbücherei Nordenham zu sehen. Gezeigt wird die Biographie des österreichischen Bauern Franz Jägerstätter, der 1943 wegen „Wehrkraftzersetzung“ in Brandenburg hingerichtet wurde. Als überzeugter Katholik lehnte er das Naziregime ab, was ihn bald zum Außenseiter seines Dorfes machte. Dies bekam auch seine Witwe noch Jahrzehnte später zu spüren. Im Jahr 2007 wurde er von der katholischen Kriche als Vorbild im Glauben selig gesprochen. Sein Lebenslauf steht stellvertretend für viele aus unserer Region, über die wir nichts wissen.

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