Michaela Murgia : Accabadora

Michaela Murgia

Accabadora

2010 Wagenbach Verlag

 

Ein Buch aus einer eigenen Welt. Auf Sardinien herrscht folgender Brauch – ein Kind, dessen Eltern zu arm sind um gut dafür zu sorgen, wird zu einer kinderlosen Frau oder einem kinderlosen Paar gegeben. Es hält zwar weiterhin Kontakt zu der eigenen Familie, wächst aber bei der Ziehmutter auf. Zuneigung ist entscheidend, es gibt keine behördlichen Formalitäten.

 

Die kleine Maria ist sechs Jahre alt, als ihre verarmte Mutter sie zu Bonaria Urrai gibt, der alten Schneiderin. Maria hat nun ein eigenes Zimmer, und sie darf die Schule besuchen, viel länger als ihre älteren Schwestern. Mit Bonaria kommt Marie gut aus. Doch die immer schwarz gekleidete Frau hat ein Geheimnis. Manchmal verlässt sie nachts das Haus, und Maria darf nicht einmal fragen, wohin sie geht. Aber Maria findet es heraus …

 

Eine Geschichte voller Riten, voller Aberglauben. Und dies ist kein historischer Roman, die Geschichte spielt in den 60ger Jahren des 20. Jahrhunderts. Das archaische Landleben Sardiniens trifft auf das moderne Italien. Michaela Murgia erzählt eine ungewöhnliche Mutter-Tochter Geschichte. Sie flüstert einem in ihrer wunderschönen Sprache Geheimnisse zu. Ein besonderes Buch.

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